Welcher Etikettendrucker ist der richtige?

Zunächst einmal sollten Sie sich einige Fragen stellen, um herauszufinden welcher Etikettendrucker der Richtige ist. Denn es gibt verschiedene Arten von Label druckern. Label Drucker sind auf verschiedene Belastungen und Anforderungen ausgelegt. So gibt es zum Beispiel Drucker, die auf eine möglichst große Stückzahl von Etiketten pro Tag ausgelegt sind. Diese würden dann in die Kategorie Industriedrucker fallen. Allerdings gibt es auch Drucker, die für den Versand oder kleinere Stückzahlen pro Tag ausgelegt sind. Wie Sie die richtige Entscheidung beim Kauf eines Druckers treffen erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie oben bereits benannt sollten Sie sich darüber im Klaren werden, wie hoch Ihr täglicher Druckbedarf bzw. Ihr Druckvolumen ist. Die Beantwortung dieser ersten Frage ist essentiell, denn Sie entscheidet darüber, welche Kategorie von Etikettendrucker Sie auswählen sollten:

Wählen Sie einen Desktopdrucker, wenn Sie:

  • Bis zu 250 Etiketten, die maximal 100 x 150 mm (DIN A6) groß sind
  • Platz sparen wollen
  • einen kompakten, mobilen Thermodirektdrucker suchen

Wählen Sie einen Industriedrucker, wenn Sie:

  • Ab einer Menge von 250 Etiketten sollten Sie sich für einen Industriedrucker entscheiden.
  • einen robusten, leistungsstarken und langlebigen Drucker suchen
  • in einer rauen Industrieumgebung drucken wollen

Als zweiten Punkt sollten Sie sich überlegen, welche Größe und Breite Ihre Labels bzw. Etiketten haben sollen. Hier ist es wichtig auch auf die Breite des Trägermaterials zu achten. Denn die verschiedenen Druckermodelle sind in Ihrer Druckbreite begrenzt. So kann im Normalfall der Desktopdrucker nicht so breit drucken, wie ein Industriedrucker.

Wenn Sie schon dabei sind und sich Gedanken über das Material der Etiketten machen, sollten Sie auch eine Entscheidung darüber treffen, welche dpi-Anzahl sie benötigen. (Wichtig: Am Ende des Beitrags finden Sie eine Zusammenfassung über die wichtigsten Auswahlkriterien). Wenn Sie nicht aus dem Etikettendruck-Bereich kommen fragen Sie sich jetzt vielleicht, was es mit der dpi-Anzahl auf sich hat. Kurz gesagt steht dpi für die Auflösung des Drucks. Hier haben Sie üblicherweise die Auswahl zwischen 200, 300 und 600 dpi. 600 dpi entspricht der höchsten Auflösung und ist besonders für Etiketten mit kleinen Druckobjekten geeignet. Die höhere Auflösung geht allerdings auch mit einem höheren Preis für den Druckkopf und Drucker einher. 200 dpi eignet sich daher besser für große Etiketten, auf denen Sie 1D Barcodes drucken möchten und bei denen die Qualität der Etiketten nicht oberste Priorität hat. Beispiele hierfür könnten zum Beispiel Palettenetiketten für den internen Gebrauch sein.

Schnittstellen

Ein weiterer Punkt sind die Schnittstellen. Die meisten Anwender haben hier meist schon eine sehr genaue Vorstellung darüber, ob Sie gerne einen Etikettendrucker hätten, der mit WLAN, USB oder Bluetooth ausgestattet sein soll. Prüfen Sie deshalb genau, was im Lieferumfang Ihres gewünschten Etikettendrucker enthalten ist. Häufige bieten die Druckerhersteller zusätzliche Optionen an. Ein Cutter zum Beispiel durchtrennt die Etiketten, nachdem Sie bedruckt wurden. Oder aber Sie entscheiden Sie für einen Peeler, der die Labels von dem Trägermaterial entfernt und daher perfekt für die Etikettierung direkt am Drucker ist Weitere Optionen könnten hier sein: Ein Messer (trennt die Etiketten nach dem Druck ab) oder ein Aufwickler, der die Etiketten nach dem Druck aufwickelt.

Thermodirektdruck oder Thermotransferdruck

Überlegen müssen Sie auch, auf welches Druckverfahren Sie setzen wollen. Zur Auswahl stehen Thermodirektdruck und Thermotransferdruck. Beim Thermodirektdruck wird ein hitzesensitives bzw. thermosensitives Etikettenmaterial vom Druckkopf erhitzt. Diese Druckmethode wird meist für Etiketten genutzt, die keine lange Lebensdauer benötigen. Thermodirektdruck wird zum Bedrucken von Versandetiketten verwendet. Ein Vorteil des Thermodirektdrucks ist außerdem, dass kein Farbband benötigt wird und dadurch Geld gespart wird.

Die Methode des Thermotransferdrucks setzt ebenfalls auf Hitze. Hier wird aber ein Farbband verwendet. Diese Thermotransferfolie überträgt beim Erhitzen verschiedene Graustufen auf das Etikett. Durch diese Methode ist das Schriftbild auf dem Etikett länger lesbar und die Etiketten eignen sich für Einsatzgebiete auf denen eine lange Lebensdauer vorausgesetzt wird.

Druckumgebung Ihres Etikettendruckers

Und als letzter Punkt sollten Sie entscheiden, in welcher Umgebung Sie den Etikettendrucker nutzen wollen. Ist der Drucker Hitze, Kälte oder Staub ausgesetzt?Sollte dies der Fall sein braucht der Drucker eventuell spezielle Hauben, um vor dem Staub geschützt zu werden. Ist der Drucker zum Beispiel in Krankenhäusern im Einsatz gibt es häufig spezielle Healthcare Ausrüstungen. Außerdem haben Sie die Auswahl zwischen mobilen und tragbaren Druckern, die Sie zum Beispiel am Handgelenk oder am Gürtel befestigen können.

Hier eine zusammenfassende Liste der wichtigsten Punkte zur Entscheidungsfindung:

  • Wie viele Etiketten Drucken Sie? Wie hoch ist Ihr Druckvolumen?
  • Kennen Sie die Breite und Höhe Ihrer Etiketten? (Wichtig: inkl. des Trägerpapiers)
  • Welche Druckauflösung benötigen Sie?
  • Wie schnell müssen Sie drucken?
  • Welche Schnittstellen sollte Ihr Drucker haben?
  • Wird Ihr Drucker in einer speziellen Umgebung eingesetzt?
  • Thermodirekt- oder Thermotransferdruck?

Wir helfen gerne

Sollte Sie die große Auswahl an Möglichkeiten bzw. die vielen Fragen überfordern, dann helfen wir Ihnen gerne.

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